62CD - Orfeo 5 - in the green castle

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£12.00
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Description

Release date July 2017

 

Orfeo 5 play what might best be described as improvised narrative landscape music, their pieces evolving over time to create a sense of place and journey. Their influences include Alex Cline, Jon Hassell, Evan Parker and Nils Petter Molvær, among others, and out of these they create a powerful blend of jazz, improv, folk, dub, sound art & electronica.

 

 

 

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Performers

Shaun Blezard: electronics

 

Matthew Bourne: cello & keyboards

 

Keith Jafrate: alto & tenor saxophones

 

with

 

Simon Prince: flute (on 2 tracks)

 

 

Mary Oliver: vocals (on 1 track)

 

 

Dave Kane: bass (on 1 track)

 






Reviews

Orfeo 5 kommen offenbar aus Todmorden, was sich so ziemlich genau in der Mitte zwischen Manchester und Leeds befindet. Allzu viel ist über das Projekt in biographischer Hinsicht im Weltweiten Netz nicht zu finden. Kopf der Formation ist offenbar der Elektronikbastler und Komponist Shaun Blezard, der seit dem Anfang des neuen Jahrtausends mit wechselnden Mitspielern unter dem Namen Orfeo-5-Musik herstellt. Ein erster Tonträger, im Duo mit dem Saxophonisten Keith Jafrate, erschien 2009 ("The Word Hoard"). Im Sommer 2017 veröffentlichte Discus Music mit "In The Green Castle" ein weiteres Album des Projekts, welches durch den Anschluss des Cellisten und Keyboarders Matthew Bourne zum Trio herangewachsen war.

 

Die Protagonisten bezeichnen ihre Musik als "improvised narrative landscape music", bzw. als "free soul dub story jazz ghost improv journey". Recht freie, elektronisch-akustische Klanggemälde sind auf "In The Green Castle" zu finden, erzeugt mit allerlei prozessiertem Elektronikklang (Blezard), Saxgetröte (Jafrate) und Cello- bzw. Pianotönen (Bourne). Vermutlich greift Bourne bisweilen auch in weitere elektronische Klänge erzeugende Tasteninstrumente. Dazu kommen bisweilen Kontrabass, Flöte und Stimmeinlagen, die von musikalischen Gästen bedient bzw. beigesteuert werden. Die Elektronik übernimmt schließlich ab und zu auch die Rhythmusarbeit, wenn repetitive Schläge, hallendes Scheppern und trockenes Knurren für persuasive Fügung sorgen.

 

Das klangliche Ergebnis sind eher delikate, dabei aber meist recht angeschrägte oder formlos improvisierte Konversationen, Dialoge und Tongebilde zwischen Elektronik und (Free-)Jazz, die bisweilen auch in krautig-experimentell Elektronikgefilde geraten, sich meist aber eher avantgardistisch-kantig voran arbeiten. Bisweilen erreicht die Musik eine erstaunlich expressive Intensität, im langen "Prayer for the see" z.B., in dem zu Beginn allerlei menschliche Stimmen, heulend, klagend, flüsternd und zischend zusammen mit der Elektronik zu einem ziemlich beindruckenden Durcheinander verschmelzen. Später im Stück, und zum einzigen Mal auf dem Album, gibt es auch richtigen Damengesang, oder theatralische Textrezitationen zu hören. Oft gleitet die Musik aber eher formlos, mysteriös hallend und schräg wabernd voran (wie im abschließenden Titelstück).

 

 

"In The Green Castle" ist sicher keine leichte Kost. Wer aber freiformatig-moderne Elektronikexkurse schätzt, improvisierte, vom Sax dominierte progressive Wechselspiele à la Zauss, jazzige Sax- und Flötentöne in frei-klangwaberndem bzw. großstädtisch-monoton stampfendem Umfeld, bisweilen erweitert um klangvolle menschliche Lautäußerungen, der sollte hier einmal (vorsichtig) reinhören. Auf eine Note verzichte ich. - ACHIM BREILING, BABYBLAUE SEITEN