63CD - Orchestra Of The Upper Atmosphere - θ3

Painting by Walt Shaw



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£14.00
2 CD Set


Description

Discus Music is proud to present Theta Three, the third release by the improvising rock group Orchestra Of The Upper Atmosphere, a 7 piece outfit referencing the music of Terry Riley, prog and Krautrock explorations with a contemporary electronic edge.

 

This third double CD showcases the core band at their best- innovative improvisation, haunting hypnotic grooves and blasts of sheer exuberance.It has been simmering since 2015, when bass and drums laid down inspiring rhythms and a day's recorded improvisations in the studio led to a collection of infinite complexity and powerful pieces.

 

This time round the band have been augmented by strings and trombone and is a project on a big scale with a more defined band feel.The 20 tracks are an enticing mixture of improvisations and composed pieces each complete in themselves  but combining to make an astounding whole. Enjoy...

  

 

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Performers


Martin Archer – keyboards, electronics, saxophones, clarinets, flute, bass recorder, bass harmonica

Chris Bywater – keyboards, electronics, laptop, percussion, voice, violin

Steve Dinsdale – electronic drum kit, keyboards

frostlake – voice, electronics, viola

Yvonna Magda – violin, electronics

Walt Shaw – percussion, electronics, voice

Terry Todd – bass guitar

 

with

 

George Murray – trombone

Paul Schatzberger – violin

Aby Vulliamy – viola

Angela Rosenfeld – cello

 






Reviews

Aller guten Dinge sind ja bekanntlich Drei. Und so legt das Orchestra of the Upper Atmosphäre dieser Tage folgerichtig sein drittes Album vor, welches dem Schema des Vorgängers folgend (siehe "Θ2") den Titel "Θ3" trägt (ausgesprochen "Theta Three"). Wieder handelt es sich um ein sehr gut gefülltes Doppelalbum, welches im inzwischen für das Label (Discus Music) typischen platzsparenden aber eleganten Pappklappschuber steckt.

 

Das Orchestra ist hier in seiner leicht reduzierten Kernbesetzung zu hören (die wohl auch meist bei Konzerten zu Gange ist), ergänzt um das La Garotte Streichquartett und George Murray an der Posaune. Der Anti-Chor Juxtavoices und die Devine Winds (auf dem Erstling noch als Bläserquartett tätig) sind diesmal nicht mit von der Partie. Dementsprechend kommt die Musik auf "Θ3" etwas elektronischer, oder elektrifizierter, und auch deutlicher in Rockgefilden verwurzelt aus den Boxen.

 

Am musikalischen Grundkonzept der Formation hat sich indes nicht viel verändert. Virtuos und kreativ sind Martin Archer und seine Mitstreiter am musizieren, an mit Testen oder Reglern versehenen Klangerzeugern meist, ergänzt um allerlei Balsinstrumente, Streicher, Stimmeinlagen und Perkussives, oft über eine dynamischen Grundlage aus Bass- und Schlagzeugmustern. Stilistisch bewegen sich die so erzeugten Tongebilde, Klanggemälde und Soundgewebe irgendwo im Grenzgebiet von Jazzrock, Krautrock, Elektronischem, Retroprog, Postrock, Kammerrock, Avantprog und freiem Klangexkursen, oder spielen mit in diesen mehr oder weniger gut definierten Stilschubladen unterbringbaren Konstrukten, erzeugen dabei aber eine ganz eigene, dicht und komplex verwobene Klangwelt. Mal krautig-sperrig, mal kosmisch-wabernd, mal spacig-treibend, mal hypnotisch-minimalistisch, mal elegisch-klangmalend, mal jazzig-rockend, mal schräg-freiformatig gleitet die Musik vorn, sehr farbig, vielschichtig und voluminös.

 

Etwas erdiger und direkter ist man im Vergleich zu den Vorgängeralben zu Gange, groovt die Musik bisweilen doch erstaunlich direkt und schwungvoll, minimalistisch-treibend und sehr intensiv (man höre z.B. "Solar Prominences", "Circularity" oder "The White Dog", die zudem ausgesprochen gelungen Elektronisch-Pulsierendes mit Akustischem, Streicher in "Solar Prominences" und "Circularity", Posaune in "The White Dog", und kernigen Bassläufen kombinieren - was auch sonst nicht selten auf diesem Album geschieht).

 

Ein freier geformter ausladender, intensiver krautig-kosmischer Jazzrock gleitet hier meist durch die Gehörgänge, an den Früh-70er-Elektrojazz eines Miles Davis (ohne Trompete und mit mehr Elektro) gemahnend, versehen mit repetitiven Tastenmuster à la Terry Riley, Canterbury-artigen Einlagen (waberndes Orgeln und perlendes E-Pianoklimpern), hallend-sonoren Saxophonexkursen, spacigem Synthesizerfiepen, -zischen und blubbern, mysteriös-flüsternde Gesangseinlagen (von frostlake), symphonischen Streicherschüben, kernigen Pianomustern und dynamischen Tastenwogen. Das klangliche Ergebnis arbeitet sich dabei durchaus rund und packend durch die Gehirnwindungen, ohne allzu kantig oder gar wüst ausgefallen zu sein. Easy-Listening ist das aber natürlich trotzdem nicht.

 

Wie beiden den beiden Vorgängeralben würde es sicher den Rahmen einer Rezension sprengen auf weitere Details einzugehen. Es tut sich sehr viel auf diesem Album, das fast das vielseitigste und abwechslungsreichste der Trilogie ist. "Θ3" ist auf jeden Fall eine sehr starke und beeindruckende Fortsetzung des OUA-Katalogs, welche jedem Freund progressiver Gratwanderungen zwischen Elektronik, Jazzrock und Avantgardistischem sehr empfohlen sei. Und, ich denke aller guten Dinge sind mindestens vier. Ich freue mich schon! - ACHIM BREILING, BABYBLAUE SEITEN